My Blog Is My Gomorrah II

27 Mar

Do beauty blogger sins exist? Yes, they do. I have to admit that I’m guilty of it as well. I’m a sinner but I’d like to atone for my sins and to encourage other sinners to think and act self-critically. Hence, I dedicate myself to this controversial issue.

BloggingSins

Today I want to dedicate myself to the blog posts that mainly focus on hauls that are even called that way by German-speaking Anglicisms fanatics. One might initially think of marauding Vikings, but the lurid definition has very little in common with the arousal of violence and bloodshed. Associations of treasure hunts and adventures in undiscovered, exotic locations are wrong as well. It’s simply a celebration of consumption, which is put in spotlight by using aesthetically sophisticated or romanticised images to some extent. Consumer goods are placed neatly side by side. However, product information is vague and sparse. The only possible options are swatches and the promise that the dryly-listed products will be reviewed one day. Question: Where’s  the benefit of it?

I compare the blog posts about spending sprees with the classic counting sheep for insomnia. You as a reader will definitely be in a coma after the presentation of the second product. I can’t finish for example my old written blog articles with this unimaginative topic (see HERE). In contrast to that, each death notice in the newspaper is captivating. Shame, how could I sink so low? No more haul posts!

Shallow beauty entertainment can be quite amusing from time to time but it’s a sin to fill a blog with it on a regular basis. Go ye therefore, and make atonement for yer sins.

***************

Beauty Blogger Sünden – gibt es sie überhaupt? Ja, es gibt sie. Ich gestehe, dass ich in dem Punkt nicht frei von Schuld bin. Auch ich habe gesündigt, doch möchte ich Buße tun und andere Sünder zum selbstkritischen Handeln und Denken anhalten. Daher werde ich mich diesem heißen Eisen widmen.

-SÜNDEN DES BEAUTY BlOGGENS-

Heute möchte ich mich den Blogartikeln widmen, die ausschließlich Beutezüge, von Anglizismenfanatikern auch liebevoll Hauls genannt, thematisieren. Man mag dabei zunächst an plündernde Wikinger denken, doch mit entfachter Gewalt und Blutvergießen hat die reißerisch klingende Bezeichnung wenig gemein. Auch sind Assoziationen an Schatzsuchen und den damit verbundenen Abenteuern an von Menschen unberührten, exotischen Orten fehl am Platz. Es geht schlichtweg um das Hochleben des Konsums, zum Teil mithilfe von ästhetisch anspruchsvollem oder verklärendem Bildmaterial in Szene gesetzt. Konsumgut reiht sich ordentlich an Konsumgut. Informationen dazu fallen jedoch schwammig und dürftig aus. Das höchste der Gefühle sind Farbmuster und das Versprechen, dass die trocken aufgezählten Produkte irgendwann rezensiert werden. Frage: Wo ist der Mehrwert?

Ich vergleiche die Kaufrauschblogartikel mittlerweile mit dem klassischen Schäfchenzählen bei Schlafstörungen. Spätestens nach der Präsentation des zweiten Produkts befindet man sich als Leser im Koma. Wenn ich mir beispielweise meine alten Blogartikel mit der einfallslosen Thematik (siehe HIER) durchlese, halte ich nicht mehr bis zum Ende durch. Jede Todesanzeige in der Zeitung ist im Vergleich dazu fesselnder. Schande, wie konnte ich nur so tief sinken? Nie wieder Beutezüge!

Seichtes Beautyentertainment kann phasenweise ganz amüsant sein, doch damit regelmäßig einen Blog zu füllen, entspricht eindeutig einer Sünde. Darum gehet hin und tut Buße.

2 Responses to “My Blog Is My Gomorrah II”

  1. mexicolita March 27, 2013 at 2:58 pm #

    Lang leben die Beutezüge! ,)
    Mit Hauls ist es tatsächlich immer so eine Sache. Zu oft finde ich es auch völlig unspektakulär, was XY da mal wieder gekauft hat und manchmal denke ich: “nee, ne? Würd ich nieemals Geld für ausgeben.”
    Auf der anderen Seite bekommt man dann aber doch hier und da tolle Anregungen zum Konsum und manchmal machen sie mir auch Lust auf das ein oder andere Produkt, auf welches ich so vielleicht gar nicht aufmerksam geworden wäre.
    Mal so, mal so, nech?
    ,)

    • mylanqolia May 6, 2013 at 9:59 pm #

      Sie mögen inspirierend sein. Zumindest traf dies in meiner Vergangenheit zu, als ich mich noch zu den Schminkanfängern bzw. -laien zählte. Doch mit der Zeit entpuppten sie sich als kaufsuchtsfördernde Falle. Ich hätte eine kleinere Kosmetiksammlung und mehr Geld im Portemonnaie, wenn ich mich von den Haulposts ferngehalten hätte. Seitdem ich mir ein Haulverbot auferlegt habe, kaufe ich viel bewusster ein und rege mich nicht mehr über jeden potentiellen Staubfänger in meiner Sammlung auf.

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